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Frauenpower: Ramona Sagl (2. v. r.) setzt in ihrem Team auf Fachkompetenz und menschliche Fähigkeiten.
Frauenpower: Ramona Sagl (2. v. r.) setzt in ihrem Team auf Fachkompetenz und menschliche Fähigkeiten.

Innsbrucks Liegenschaften fest in weiblicher Hand

Zuständig für Vorbereitung, Verhandlung und Abschluss von allen liegenschaftsbezogenen Verträgen wirkt das seit 2011 im Amt für Präsidialangelegenheiten angesiedelte Referat "Liegenschaftsangelegenheiten“ immer mit Blick auf die Interessen der Stadt.

Miet-, Pacht-, Kauf-, Dienstbarkeits-, Baurechts- oder Schenkungsverträge – wenn es bei zivilrechtlichen Verträgen um Grundstücke der Stadt Innsbruck geht, stellt das Referat das rechtliche Know-how. Gearbeitet wird in Zusammenarbeit mit betroffenen
Ämtern, etwa dem Tiefbauamt, der Stadtplanung, dem Forstamt. Von der Bewilligung von Gastgärten über Nutzungsgestattungen auf öffentlichen Straßen bis hin zur Einräumung von Baurechten – spannend sei die Arbeit und abwechslungsreich, quer durch das Zivilrecht, so die Leiterin des Referats Mag.a Ramona Sagl: „Man sieht am Weg durch die Stadt, was man getan hat und wo man mitgearbeitet hat: Von großen Projekten, wie dem Haus der Musik Innsbruck, zu den Gastgärten, Dreiecksständern oder Werbeeinrichtungen und der Mitarbeit bei Betriebsansiedelungen und -erweiterungen.“

Geballte Frauenpower

Seit Mitte 2014 leitet Ramona Sagl die Geschäftsstelle. Sie führt ein reines Frauenteam: vier Juristinnen, davon drei mit Rechtsanwaltsprüfung, eine Rechtspraktikantin und drei nicht-juristische Mitarbeiterinnen, drei in Teilzeit, wie auch die Chefin selbst. Nur Frauen, das war nicht geplant, es habe sich ergeben. „Die Frauen“, so Ramona Sagl, „waren einfach die besseren Bewerberinnen.“ Die Mitarbeiterinnen reagieren auf die Frage nach der Arbeit im Frauenteam mit einem Achselzucken, einem Lächeln: „Es ist cool.“ – „Fein.“ Für sie ist es kein Thema.

Spielregeln sind notwendig

„Immer dort, wo wir öffentlichen Raum gemeinsam nutzen, sind Spielregeln nötig“, ist Ramona Sagl überzeugt: „Öffentliches Gut ist Gemeindevermögen, das dem Gemeingebrauch offensteht und von jedem bestimmungsgemäß genützt werden kann. Standards sind daher notwendig.“ Sie erinnert aber daran, dass es kein Recht auf Verträge gebe. Geprüft werde mit Blick auf die Interessen der Stadt: „Ich frage mich immer, wie ich entscheiden würde, wenn das mein Eigentum wäre. Ich nehme diese Verantwortung sehr ernst.“ Das Referat bemüht sich, Ansuchen für AntragstellerInnen zu erleichtern. Der Erstkontakt erfolgt über einen Anruf, dann reicht ein formloses Anschreiben mit den
nötigen Unterlagen. Wenn Unklarheiten auftreten, werden persönliche Termine vereinbart. UI

„Liegenschaftsangelegenheiten“

Leiterin: Mag.a Ramona Sagl
Maria-Theresien-Straße 18, 3. Stock
Tel.: +43 512 5360 3240
E-Mail: post.liegenschaftsangelegenheiten@innsbruck.gv.at

Zahlen und Fakten

  • 3.070 städtische Grundstücke
  • 31.186.163 m2 Grundfläche (plus 80 außerhalb des Stadtgebiets)
  • Auch der Achensee ist im Eigentum der Stadt.