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v. l. n. r.: Anita Gansfuss, Theresa Weberling, DI Kurt Ziegner, VBM Franz X. Gruber, Patrese Godheart, Kurt Pröller und DI Peter Kapelari
v. l. n. r.: Anita Gansfuss, Theresa Weberling, DI Kurt Ziegner, VBM Franz X. Gruber, Patrese Godheart, Kurt Pröller und DI Peter Kapelari

Wenn der Wald Hilfe braucht

Der Schutzwald über den Dächern Innsbrucks bekommt wieder Unterstützung vom Alpenverein.

Sieben Freiwillige zwischen 23 und 74 Jahren pflegen und hegen vom 23. bis 29. September Waldgebiete im Bereich der Höttinger Alm auf über 1.500 Metern Seehöhe und leisten damit wertvolle Arbeit zur Erhaltung des Schutzwaldes auf der Nordkette.

Die Freizeit-Förster lernen dabei hautnah, welche Arbeiten für die Verjüngung und Pflege des Bergwaldes notwendig sind. Im Laufe der Woche pflanzen Sie gemeinsam 300 Jungbäume ein, schützen diese vor Wildverbiss und kümmern sich um die Aufforstungen der letzten Jahre. Gearbeitet wird dafür in teils steilem Gelände und bei jedem Wetter.

Untergebracht sind die Freiwilligen in der Jungschützen-Hütte unmittelbar neben der Höttinger Alm, für Kost und Logis ist also bestens gesorgt. Die Beweggründe sich eine Woche lang tatkräftig für den Wald einzusetzen, sind dabei so unterschiedlich wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst. „Als Bergsportler und Naturliebhaber find ich es genial, diese Wälder so nahe an der Stadt zu haben. Umso schöner ist’s, hier etwas Positives beizutragen,“ meint Johannes aus Innsbruck.

Peter Kapelari bedankt sich bei den Teilnehmern und Partnern, „mit solchen Projekten tragen alle Beteiligten zu mehr Bewusstsein und einem guten Miteinander in unseren Bergwäldern bei.“

Auch Vizebürgermeister Franz Xaver Gruber unterstützt die wertvolle Freiwilligenarbeit: „Ich sehe es als Win-win-Situation für die Stadt, den Bergwald und die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer. Hier werden die vielfältigen Funktionen des Schutzwaldes nachhaltig für die Zukunft gesichert.“

Aufgaben des Schutzwaldes

„Die Waldflächen im Bereich der Höttinger Alm sind derzeit nicht in optimalem Zustand, es braucht mehr junge Laubbäume und Tannen um auch zukünftig einen kräftigen Schutzwald zu erhalten “, erklärt Kurt Ziegner, Leiter der Bergwald-Projektwoche und Präsident des Tiroler Forstvereins.

So hat der Wald an den Hängen der Nordkette weit mehr zu bieten als ein Erholungsgebiet für Bergbegeisterte und Naturfreunde zu sein. Neben dem so wichtigen Schutz vor Lawinen und Muren verhindert er Erosion, also die Abtragung des Bodens an seinem Standort, und leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zur Wasserversorgung der Tiroler Landeshauptstadt.

Ein bewährtes Konzept

Bereits zum neunten Mal kommen hier HelferInnen aus ganz Österreich und auch Deutschland zusammen, um sich eine Woche für den Schutzwald einzusetzen. Bei diesem, wie auch bei anderen Bergwaldprojekten des Österreichischen Alpenvereins geht es für die TeilnehmerInnen darum, zur Erhaltung der Wälder in Gebirgslagen beizutragen und dabei auch das Verhältnis zwischen FörsterInnen, GrundbesitzerInnen und WaldbesucherInnen zu fördern.

 

Kontakt

Johannes Leithmayer

PULS Praktikant ÖAV

Tel.: +43 660 158 51 31

E-Mail: johannes.leithmayer@gmail.com

 

In steilem Gelände werden Jungpflanzen gesetzt, es werden Pflöcke zum Schutz vor Lawinen eingeschlagen und der Boden wird für Sämlinge aufgelockert
In steilem Gelände werden Jungpflanzen gesetzt, es werden Pflöcke zum Schutz vor Lawinen eingeschlagen und der Boden wird für Sämlinge aufgelockert