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Geselligkeit und Optimismus nennt Vizebürgermeister Gruber als Charaktereigenschaften, die er beispielsweise an seinem Lieblingsort – einem Gastgarten in der Altstadt – lebt.
Geselligkeit und Optimismus nennt Vizebürgermeister Gruber als Charaktereigenschaften, die er beispielsweise an seinem Lieblingsort – einem Gastgarten in der Altstadt – lebt.

„ Uns Innsbruckerinnen und Innsbrucker kann man nicht kopieren“

Franz X. Gruber wurde Ende Mai zum 2. Vizebürgermeister gewählt. Welche Eigenschaften er in die Regierungsarbeit einbringen kann und was bzw. wer Innsbruck lebenswert macht, erklärt er im Interview.

Sie sind Teil der neuen Innsbrucker Stadtregierung. Welche Aufgaben werden Sie übernehmen?

Meine Aufgabengebiete sind die Sicherheit, die Feuerwehr, der Tourismus, Soziales und Jugendwohlfahrt, Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen. Die schwierigsten Brocken sind gewiss die Sicherheit und der gesamte Sozialbereich mit der Pflege.

Wie haben Sie die erste Zeit nach der Wahl und den Start in Ihr Amt erlebt?

Natürlich war das Wahlergebnis für uns enttäuschend und wir haben schon in den Regierungsverhandlungen Lehren daraus gezogen. Diese sind uns richtig gut gelungen. Mein Team und ich konzentrieren uns schon voll und ganz darauf, Innsbruck aus unserer Sicht zu gestalten.

Inwieweit hat das Wahlergebnis ihr Leben verändert?

Höhen und Tiefen gehören zum Leben und der Politik. Ich bin nachdenklicher geworden, schaue als unerschütterlicher Optimist aber immer nach vorne. Ich bemühe mich weiter, gute Arbeit abzuliefern und habe gelernt, dass wir gerade heute noch mehr persönlichen Dialog brauchen.

Mit welchen Themen werden Sie sich in den kommenden sechs Jahren intensiv beschäftigen?

Wir müssen das soziale Netz und die Pflege sichern, brauchen aber auch gesellschaftliche Gerechtigkeit und klare Regeln des Zusammenlebens. Soziales und Sicherheit sind politische Geschwister. Als Basis für alles brauchen wir eine starke Wirtschaft. Daher mein Einsatz für den Tourismus als ein Motor unseres Wohlstands. 

Gibt es Projekte, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Diese ergeben sich aus meinen Ressorts. Prävention in der Gesundheits- und Sozialpolitik sowie Initiativen für eine nachhaltige Pflege und die Stärkung der Sicherheit als Basis. Und dann noch viele „schöne Projekte“ im Naturraum und im Tourismus, welche die Lebensqualität für die InnsbruckerInnen und unsere Gäste noch steigern helfen.

Mit welchen Eigenschaften bereichern Sie persönlich die zukünftige Regierungsarbeit?

Ich werde mich ehrlich bemühen und hart arbeiten, den Dialog verstärken, aber auch konsequent entscheiden. Und ich möchte Mut und Optimismus einbringen.

Wie würden Sie Ihren ganz persönlichen Arbeitsstil beschreiben?

Offen, bürgernah, positiv und engagiert, weil ich gerne anderen helfe, mir die Politik aber auch persönlichen Lebenssinn gibt.

Was macht Innsbruck aus Ihrer Sicht lebenswert?

Wir Innsbrucker selber: direkt, aber herzlich, kritisch und positiv zugleich. Manchmal stur, aber auch offen und hilfsbereit. Fleißig und lässig zugleich, traditionsbewusst, aber auch modern. Uns Innsbruckerinnen und Innsbrucker kann man nicht kopieren.

Was läuft bisher ganz gut in der Stadt?

Innsbruck steht insgesamt gut da und braucht keinen Vergleich zu scheuen. Wir sind Bildungs-, Arbeits-, und Wirtschaftsmotor, eine soziale und solidarische Stadt mit einer hohen Lebensqualität. Wohnen ist aber zu teuer und die Sicherheit braucht neue Maßnahmen. Zudem dürfen wir Zukunftschancen als Standort nicht verschlafen.

Und ein Blick in die Zukunft: Wie soll Innsbruck in sechs Jahren aussehen?

Eine sichere Stadt mit leistbarem Wohnen und höchster Lebensqualität. Chancen für Bildung und Arbeit vor allem für die Jugend an einem der attraktivsten Standorte in Europa. Ein starkes Netz für Gesundheit, Soziales und Pflege. Moderne Infrastruktur von der Mobilität – Stichwort abgeschlossene Straßenbahn – bis hin zum Freizeitbereich.

Zum Abschluss noch eine ganz wichtige Frage: Wie können die BürgerInnen mit Ihnen zukünftig in Kontakt kommen?

Meine Mobilnummer ist +43 664 543 50 88, ich telefoniere ja dauernd (lacht). Meine Mailadresse ist fx.gruber@magibk.at und jeder kann auch gerne in meinem Büro im Rathaus Zimmer 1.336 vorbeischauen.